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Les sujets intéressants du jour

3

mars 2021
Le plus lu

Wir müssen innovativer werden

Neue Zürcher Zeitung, 27.02.21

Peter A. Fischer

Das Corona-Regime ermüdet. Es ist Zeit für ein Ausstiegsszenario mit mehr Schnelltests, Impfungen und digitalen Hilfsmitteln. Statt bloss nichts falsch machen zu wollen, sollten Bundesrat und Verwaltung unternehmerischer handeln.

Die meisten haben es wohl schon selbst erlebt. Ein weiches Stäbchen wird in die Nase bis in den Rachen hineingeführt. Das ist zwar unangenehm, aber absolut zumutbar. Um danach zu wissen, ob man mit dem lästigen Coronavirus angesteckt ist, muss bei den herkömmlichen PCR-Tests der Abstrich zuerst in ein Labor eingeschickt werden. Dasselbe gilt für Speichelproben. Viel schneller geht es bei den Antigentests. Bei diesen kann das Stäbchen in eine mitgelieferte Flüssigkeit getaucht werden. Träufelt man dann einige Tröpfchen auf einen Teststreifen, weiss man schon etwa drei Minuten später, ob man für andere eine Gefahr darstellt. Die Schnelltests sind zwar nicht ganz so genau wie die PCR-Tests, aber sie zeigen sehr sicher an, ob der Getestete in dem Moment ansteckend ist.

Inzwischen hat unter anderem der Schweizer Roche-Konzern einen Schnelltest entwickelt, bei dem es genügt, das Stäbchen nur in die Nase und nicht in den Rachen zu führen. Das kann man problemlos als Selbsttest durchführen, nachdem man eine Anleitung in einem Video gesehen hat. Den Schweizer Behörden ist bekannt, dass sie davon jetzt schnell einige Millionen Stück erwerben könnten; der Grosshandelspreis beträgt um die fünf Franken. Wollte man beispielsweise die Hälfte der Schweizer Bevölkerung zwanzig Wochen lang wöchentlich testen, würde die Anschaffung der dazu notwendigen Schnelltests keine halbe Milliarde Franken kosten – während der Bund jetzt schon allein für Härtefallhilfen über zehn Milliarden Franken an ausserordentlichen Ausgaben plant.

Schlechte Ratgeber

Vorläufig allerdings sind die neuen Tests noch nicht erhältlich; die Behörden in Deutschland haben sie am Freitag als Selbsttest zugelassen, die Schweizer hingegen prüfen noch. Und selbst wenn sie zu einem positiven Ergebnis kommen sollten, ist in der Schweiz immer noch vorgesehen, dass auch diese Tests nur in Apotheken, Labors oder unter Kontrolle von medizinischem Fachpersonal durchgeführt werden dürfen. Für eine Zulassung als allgemein erhältlicher Selbsttest wie in Österreich und Deutschland brauchte es eine Änderung des rechtlichen Rahmens. Bloss: Wieso ändern wir dann diesen Rahmen nicht?

Angesprochen auf die zunehmende Ungeduld in der Bevölkerung, erklärte Gesundheitsminister Alain Berset an der wöchentlichen Medienkonferenz des Bundesrats etwas enerviert: «Wir sind auch sehr müde, können auch nicht mehr.» Das ist verständlich. Nicht nur der Bundesrat, 8,6 Millionen Einwohner in der Schweiz und 83 Millionen in Deutschland haben ziemlich genau ein Jahr mit aufreibendem Krisenmanagement und einschneidenden Einbussen an Freiheit und sozialen Kontakten hinter sich. Viele waren und sind mit existenziellen Ängsten konfrontiert. Nimmt man die Übersterblichkeit zum Massstab, so sind in der Schweiz in der ersten Welle 1067, in der zweiten 6924 Menschen (mit einem Medianalter von 86 Jahren) verfrüht verstorben; auch viele Jüngere verbrachten unangenehme Tage und Wochen im Spital.

Gerade weil das vergangene Jahr so betrüblich war, sind jetzt allerdings Verdrossenheit oder Verzagtheit schlechte Ratgeber. Die Verwaltung, aber auch die Wirtschaft, ja wir alle sollten uns mit mehr Elan daranmachen, mit dieser Pandemie kreativer und innovativer umzugehen, anstatt nur flächendeckende Einschränkungen zu verordnen. Dass der Bundesrat und das Bundesamt für Gesundheit sich nicht engagierter dafür einsetzen, dass mehr und einfacher getestet werden kann, ist unbegreiflich. Dass sie den mit seiner Teststrategie erfolgreichen Kanton Graubünden stattdessen zur sinnlosen und wohl gar kontraproduktiven Schliessung von Terrassen bei Take-aways zwingen, wirkt absurd.

Mit regelmässigem Testen auch von asymptomatischen Personen ist es den Bündnern seit Anfang Monat gelungen, die Fallzahlen um zwei Drittel zu senken. Und dies, obwohl sich die Bevölkerung wegen der touristischen Hochsaison fast verdoppelt hat. Auch immer mehr Firmen machen beim Testen mit. Als Anreiz winkt ihnen, dass sie die Mitarbeiter, die mit einem Infizierten zusammenarbeiteten, nicht mehr in Quarantäne schicken müssen, sofern sie diese jeden Tag testen.

Wer jetzt Angst vor einer dritten Welle hat, sollte sich erst recht für einfacheres Testen einsetzen. Günstige Tests sind das eine, Lockerungen der lästigen Einschränkungen das andere. So könnte man beispielsweise Firmen von der Home-Office-Pflicht entbinden, wenn sie bei ihrer Belegschaft regelmässig Schnelltests durchführen lassen. Oder wieso nicht Kinos und Restaurants erlauben, in ihre Innenräume (nur) Personen zu lassen, die sich vor Ort einem Schnelltest unterziehen, innerhalb der letzten 24 Stunden bereits getestet wurden oder bereits geimpft sind?

Digitalisierung besser nutzen

Falsch ist, dies unter Verweis auf das Gleichheitsgebot zu verhindern. Was soll denn unethisch daran sein, Ungleiches ungleich zu behandeln? Wer nicht ansteckend ist, stellt für andere keine Gefahr dar. Nach gegenwärtigem Kenntnisstand infizieren sich Geimpfte mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr und geben das Virus auch nicht weiter. Dasselbe dürfte für frisch Genesene gelten, die genügend Antikörper im Blut haben. Man mag all diesen Personen aus Solidarität und zur besseren Durchsetzbarkeit der generellen Pflicht weiter das Tragen von Masken und die Abstandsregeln zumuten. Aber von Geimpften bei der Einreise einen Testnachweis zu verlangen oder sie gar in Quarantäne zu zwingen, ergibt keinen Sinn. Besser wäre es, für alle die (Einreise-)Quarantäne zu sistieren, solange jeden Tag ein negativer Schnelltest vorgewiesen werden kann.

Richtig ist, dass viele Erleichterungen nur funktionieren, wenn Impfungen und Tests verlässlich dokumentiert werden und die Kontaktnachverfolgung funktioniert. Überdeutlich gezeigt hat ein Jahr Pandemie, dass wir unser Verhältnis zu den Möglichkeiten der Digitalisierung überdenken sollten. Der Einsatz von Apps und eine professionellere Datenverarbeitung böten die Chance, Covid-19 effizienter die Stirn zu bieten. Der Datenschutz kann dabei trotzdem gewahrt bleiben. Es braucht in den Behörden einfach mehr digitale Kompetenz.

Roche entwickelt eine App zur Dokumentation des Resultats von Schnelltests. Mit dem Handy könnten Test, Zeitpunkt und Resultat einfach nachgewiesen werden. Würde das Handy die Resultate zudem anonym an das Bundesamt für Gesundheit (BAG) melden, könnte dieses nicht nur die Positivitätsrate praktisch in Echtzeit schätzen, es wäre vielleicht auch möglich, sich bildende Infektionscluster schneller zu lokalisieren. Am besten wäre es wahrscheinlich, einen digitalen Testnachweis und einen Impfpass gleich in die offizielle Covid-19-App zu integrieren. Dann würde diese sicher auch häufiger benutzt werden.

Ein Jahr nach dem Ausbruch der Pandemie stellt sich die Frage, was wir eigentlich wollen. Das defensive Agieren des Bundesrates und verschiedener Behörden erweckt zunehmend den Eindruck, man wolle null Risiko, nur ja nichts falsch machen. Offenbar hat der Ausbruch der zweiten Welle die Bereitschaft, sich zu exponieren, erstickt, obwohl selbst auf dem Höhepunkt immer noch genügend Plätze auf Intensivstationen zur Verfügung standen. Befremdlich ist jedenfalls, dass der Bund nicht mehr Mittel und Kreativität darauf verwendet, schneller zu Impfstoff zu kommen. Und erst recht unverständlich wirkt, dass der Vakzine von AstraZeneca mit einem Swiss Finish weiterhin die Zulassung verweigert wird, obwohl sie in den USA und in Grossbritannien längst und neu auch in der EU erfolgreich verimpft wird.

Anscheinend fehlt es den gewählten Regierungsmitgliedern und den Behördenvertretern mit ihren sicheren Arbeitsstellen an Unternehmergeist. Dasselbe scheint leider auch für viele in der Corona-Task-Force versammelte Vertreter der Wissenschaft zu gelten, die primär Angstszenarien kommunizieren. Vielleicht ist es ja tatsächlich sinnvoll, mit weiteren Lockerungen noch einen Monat länger zu warten, bis alles besser wird, wenn endlich die Hochrisikopatienten durchgeimpft sind. Unser künftiger Wohlstand aber nährt sich nicht von staatlichen Hilfsprogrammen und dirigistischen Behörden. Er braucht wieder mehr Freiräume, Verhältnismässigkeit und eine klare Ausstiegsperspektive.

Dazu gehört auch die Akzeptanz dessen, dass Fallzahlen temporär wieder steigen können und es zwar gilt, Leid zu minimieren, aber nicht jeder Todesfall verhindert werden kann. Ein Jahr nach dem Ausbruch ist es höchste Zeit, einzusehen, dass es überall Zielkonflikte gibt und wir dieser Pandemie möglichst gezielt, innovativ und wieder freiheitlicher Herr werden müssen.

 


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