Meine erste Woche bei infonlinemed

von: Jeannine Hegelbach vom: 28.11.2019 Kategorie: über infonlinemed

Medienmonitoring für das Gesundheitswesen – was muss ich mir darunter vorstellen? Das werde ich fast von allen gefragt, wenn ich von meinem neuen Job bei infonlinemed erzähle. Die Meisten können sich unter dem abstrakten Begriff nur sehr wenig vorstellen und schon gar nicht, was ich in meinen Arbeitsstunden am frühen Morgen genau mache.

Bei infonlinemed überwachen wir Medien auf Artikel, die für unsere Kunden von Interesse sein könnten oder in denen sie erwähnt werden. Hauptkunden sind Spitäler, Krankenkassen, Pharma-Firmen und Psychiatrien aber auch andere Firmen im Gesundheitsbereich. Unser Team beginnt morgens früh um 5 Uhr mit der Sichtung, so dass wir den Medienverantwortlichen der Unternehmen alle relevanten News nach ihren Interessen kuratiert liefern können, wenn sie ins Büro kommen. Sie verlieren so keine Zeit damit, selbst sämtliche Portale, Zeitungen und Webseiten zu durchsuchen, sondern können sofort darauf reagieren. Gebündelt als Newsletter in ihrer Email-Box oder online aufgeschaltet im Pressespiegel finden die Kommunikationsverantwortlichen alle wichtigen Neuigkeiten der Branche und können diese intern weiterleiten.

Ordnung im Medien-Wirrwarr

Damit das Team besser koordinieren kann, haben wir die Medienwelt in verschiedene Blöcke aufgeteilt, deren Sichtung dann verschiedene Teammitglieder übernehmen können. In meiner ersten Woche werde ich in die Regionalblöcke eingearbeitet. Früh morgens klicke ich mich durch alle regionalen News-Portale, höre in Radio-Beiträge und lese in Printartikel der Lokalpresse rein. Dazu gehört es auch, die regionalen Fernsehsender auf relevante Beiträge durchzusehen. Links von meiner Tastatur liegt eine Checkliste, die ich durcharbeite. Darauf sind alle Medien aufgeführt sowie die Kunden dieser Region und die Themen, für die sie sich interessieren. Bei so vielen News-Plattformen, Online-Portalen, Podcasts und Sendungen und einem Team von mindestens sechs Leuten muss man gut organisiert sein, damit man nicht den Überblick verliert.

Erfassen, formatieren, aufbereiten

Wenn ich einen signifikanten Beitrag finde, logge ich mich in unser CMS ein. Dort erfasse ich den Artikel und formatiere den Text nach gewissen Vorgaben. Auf Kundenseite erscheinen so alle Beiträge einheitlich im Pressespiegel und können nach verschiedenen Kriterien gesucht werden.

Beim Erfassen gebe ich nicht nur die Quelle an, sondern gewichte den Artikel auch, damit unsere Kunden möglichst wenig Zeit benötigen, um an die wichtigsten Themen des Tages zu kommen. Bei Radio- und Fernsehbeiträgen erfasse ich die genauen Zeiten, wann der Beitrag beginnt und endet, dass der Auftraggeber nicht die ganze Sendung anschauen muss, bis der für sie interessante Teil beginnt.

Medien-Multi-Tasker

Für die Arbeit muss man definitiv gut im Multi-Tasking sein, denn verteilt über meine beiden Bildschirme habe ich oft über 30 Browser-Fenster gleichzeitig offen, zwischen denen ich hin- und herswitche. Zu Beginn muss ich mir merken, wer alles zu unseren Kunden gehört, welche Themen für welche Kunden wichtig sind und wie sie im CMS formatiert werden müssen. Nach zwei Tagen gewinne ich langsam Übersicht und kriege dafür auch schon eine weitere Zusatzaufgabe: Twitter-Dienst. Während der Sichtung muss zeitgleich unseren Twitter-Kanal mit den heissesten News aus der Gesundheitsbranche gefüttert werden. Aber ich mag es sehr, wenn es so viel zu tun gibt. Die Zeit vergeht so unheimlich schnell und wenn ich um 10 Uhr morgens nach meiner Arbeit aus dem Büro spaziere, bin ich bereits top informiert, was in der Gesundheitswelt heute interessiert.