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24

Juni 2019
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Die kranken Tricks der Bschiss-Mediziner

Blick, 24.06.19

Wie Ärzte Versicherungen und Patienten hinters Licht führen

<p><span style="font-size:xx-small;">TITELSEITE</span></p> <h3>Schaden von 80 Mio Fr pro Jahr</h3> <h2>So zocken Ärzte Patienten und Kassen ab</h2> <p><strong>Sie verrechnen zu hohe Preise, stecken Rabatte in den eigenen Sack und nehmen unnötige Operationen vor. BLICK zeigt, wie Mediziner tricksen</strong></p> <p><span style="font-size:xx-small;">Christian Kolbe</span></p> <p>Mit dem hippokratischen Eid verpflichten sich Ärzte, nichts zu tun, was ihren Patienten schaden könnte. Doch einige Vertreter der Branche nehmen es nicht so genau damit. Ihnen geht es weniger um das Wohl ihrer Klienten als um ihr eigenes Portemonnaie. Sie stecken Rabatte auf medizinische Geräte in den eigenen Sack, verrechnen den Krankenkassen überhöhte Preise und erbringen Leistungen, die mehr schaden als nützen. Lange war es kaum möglich, ihnen auf die Schliche zu kommen.</p> <p>Doch mit der Digitalisierung ist die Transparenz gestiegen: Krankenkassen beschäftigen heute Datenspezialisten, die ärztliche Abrechnungen auf Unregelmässigkeiten röntgen. Zu ihnen zählt der Helsana-Datenexperte Ivan Tomka (36). BLICK erklärt er exklusiv, wie er gegen Trickser und Betrüger in Weiss vorgeht. Pro Jahr holt er Prämiengelder in der Höhe von zehn Millionen Franken zurück. Gemäss Experten beträgt der Gesamtschaden in der Schweiz 80 Millionen Franken jährlich. </p> <p>---</p> <p><span style="font-size:xx-small;">SEITE 2-3</span></p> <h3><teaser>Wie Ärzte Versicherungen und Patienten hinters Licht führen</teaser></h3> <h2>Die kranken Tricks der Bschiss-Mediziner</h2> <ul> <li><strong>Sinnlose Untersuchungen</strong></li> <li><strong>überhöhte Preise</strong></li> <li><strong>falsche Abrechnungen</strong></li> </ul> <p><span style="font-size:xx-small;">Christian Kolbe</span></p> <p>Das System nennt sich «Rabattwäsche» – und damit lässt sich richtig viel Geld machen. Das zeigt ein Fall einer Augenklinik aus dem Grossraum Zürich. Der Schaden für die Prämienzahler in der Kranken-Grundversicherung: rund 7,5 Millionen Franken wegen Rabatten, die Ärzte in die eigene Tasche gesteckt haben, anstatt sie an Patienten oder Krankenkassen weiterzugeben. Alleine die Krankenkasse Helsana, die den Fall aufgedeckt hat, verlangt 1,5 Millionen Franken von den betrügerischen Ärzten zurück.</p> <p>Entdeckt wurde das System bei der weitverbreiteten Operation gegen den grauen Star. Dabei wird die getrübte natürliche Linse durch eine künstliche ersetzt. Da diese Linsen in grossem Stil eingekauft werden, liegt oft ein Preisrabatt drin. Nur, diese Kostenreduktion steht den Patienten oder den Kassen zu.</p> <p>Die Augenklinik liess über einen «vorgeschobenen Lieferanten» für die Linsen einen «Wunschpreis» verrechnen, wie das Ivan Tomka (36), Leiter Datenforensik beim Krankenversicherer Helsana, nennt. Die Differenz landete bei der Augenklinik, nicht bei den Patienten. Ein Blick ins Handelsregister ergibt: Der Lieferant gehört auch zur Augenklinik-Gruppe. Den Schaden hat die Klinik noch nicht beglichen, doch der Druck von Helsana zeigt Wirkung. «Inzwischen verrechnet die Klinik eine Pauschale für diese Augenoperation, und zwar zu korrekten Preisen», sagt Tomka.</p> <p>Dem Fall auf die Spur gekommen ist Tomka dank seiner Leidenschaft: Der Datenforensiker sucht für sein Leben gern die Stecknadel im Heuhaufen. Der Heuhaufen, das sind die 170 Millionen Rechnungspositionen, die die Krankenkasse Helsana jedes Jahr verarbeiten – und kontrollieren – muss.</p> <p>Die Stecknadel – in diesem Fall die überteuerte Linse –, das sind Auffälligkeiten in den einzelnen Rechnungen, die Hinweise auf betrügerisches Verhalten von AbzockerÄrzten liefern können. Schwarze Schafe ihrer Zunft, die für ihre medizinischen Leistungen mehr kassieren, als ihnen zusteht.</p> <p>Felix Schneuwly (58), Gesundheitsexperte vom Vergleichsdienst Comparis schätzt den Gesamtschaden durch Abzocker-Ärzte auf 80 Millionen Franken – und dies allein zulasten der Grundversicherung. Am Ende müssen dafür die Prämienzahler aufkommen.</p> <p>Dem will Tomka von der Helsana einen Riegel vorschieben. «Wenn wir von Betrug und Missbrauch im Gesundheitswesen reden, dann sind es meistens Leistungserbringer, die dahinterstecken. Vor allem Ärzte, aber auch Spitäler, Apotheken oder Labors», erklärt Tomka. Er sucht nicht den Einzelfall, sondern versucht, den systematischen Betrug aufzudecken. «Das sind die Fälle, die richtig ins Geld gehen.»</p> <h3 style="text-align: center;"><img border="0" src="https://www.infonlinemed.ch/bilder_allgemein/bilder_artikel/unbenannt_1561349849635.jpg" style="width: 86px;" /></h3> <h3 style="text-align: center;">«Wenn wir von Betrug im Gesundheitswesen reden, dann sind es vor allem Ärzte, die dahinterstecken.»<br /> Ivan Tomka, Helsana</h3> <p>Viele Operationen pro Jahr, ein Eingriff, der weitgehend nach dem gleichen Muster abläuft, und ein medizinisches Linsenimplantat, das ein paar Hundert Franken kosten kann: ein Muster, das dem Datendetektiv hilft, Betrug aufzudecken. «Diese Eigenschaften treffen nicht nur bei augenärztlichen Eingriffen zu», sagt Tomka. Auch weitere Facharztgruppen seien im Visier. Mehr will er aber nicht verraten.</p> <p>Die Schweizerische Fachgesellschaft für Augenärzte weiss um die schwarzen Schafe ihrer Zunft. «Die allermeisten in der Schweiz tätigen Augenärzte rechnen korrekt ab», versichert Verwaltungssekretär Harald Grossmann (55) auf Anfrage von BLICK. «Wir nehmen das Thema sehr ernst. Im August werden wir an unserer Fachtagung hierzu extra einen Workshop zum Thema korrekte Abrechnung abhalten.»</p> <p>Bei der Jagd nach den Abzocker-Ärzten spannt Tomka mit dem Fachverband der Augenärzte zusammen. Dieser versorgt die Versicherungsdetektive mit Details zu einzelnen Operationen. Die Zusammenarbeit führe zu fairen und bezahlbaren Preisen für den Prämienzahler. «Und verhindert nutzlose Zusatzzahlungen für den Patienten.»</p> <p>Dank Helsana aufgeflogen ist auch eine Gruppenpraxis in Genf, in der über Jahre Ärzte abgerechnet haben, die gar nicht für die Grundversicherung zugelassen waren. Der Kanton Genf kennt einen Zulassungsstopp für Ärzte in der Grundversicherung. Der Schaden: 2,3 Millionen Franken.</p> <h3 style="text-align: center;">«Die meisten Augenärzte rechnen korrekt ab.»<br /> Harald Grossmann</h3> <p>Auch ein beliebtes Muster: Bschiss mit der Wegpauschale. Ärzte behandeln einen ganzen Tag lang Patienten an ein und derselben Adresse, zum Beispiel in einem Pflegeheim. Doch der Krankenkasse verrechnen die Schlaumeier die Hin- und Rückfahrt für jeden Patienten einzeln. Die Datenanalyse verknüpft in Sekundenschnelle Arzt, Adresse und Arbeitstag.</p> <p>Die Statistikkosmetik ist ein weiteres Muster. So ist die Helsana einem Hausarzt und Rheumatologen auf die Schliche gekommen, der versucht hat, bei der Wirtschaftlichkeitsprüfung nicht aufzufallen. Der findige Arzt hat die Durchschnittskosten seiner teuersten Patienten gesenkt, indem er Familienmitgliedern unnötige Bagatelluntersuchungen andrehte. Vorteil: Der Überversorgung seiner lukrativsten Patienten stand damit nichts mehr im Wege. Bezahlt von den Prämienzahlern!</p> <p>Rund zehn Millionen Franken abgezockter Gelder will Tomka in diesem Jahr zurückholen. Klingt zunächst nicht nach viel. Doch er ist überzeugt, dass aufgrund seiner Arbeit Dutzende weitere Millionen eingespart werden – durch Abschreckung: «Es ist wie bei einem Blitzkasten. Erst die Montage veranlasst die meisten Autofahrer, die korrekte Geschwindigkeit einzuhalten. Die anderen werden geblitzt.»</p> <p>Auch andere Kassen sind den Tricksereien auf der Spur: Die CSS, der grösste Krankenversicherer im Land, hat im letzten Jahr sechs Millionen Franken von betrügerischen Ärzten zurückverlangt, heisst es auf Anfrage. In diesem Jahr sollen es sogar mehr als zehn Millionen Franken sein.</p> <p>Unter Beobachtung Nicht alle Ärzte rechnen die Kosten für ärztliche Dienstleistungen korrekt ab. Die Krankenkassen setzen viel daran, den Betrug aufzudecken.</p> <p><img src="https://www.infonlinemed.ch/bilder_allgemein/bilder_artikel/unbenannt_1561354725065.jpg" style="width: 225px; border-width: 0px; border-style: solid; height: 195px;" /></p> <p><span style="font-size:xx-small;">Unter Beobachtung - Nicht alle Ärzte rechnen die Kosten für ärztliche Dienstleistungen korrekt ab. Die Krankenkassen setzen viel daran, den Betrug aufzudecken.</span></p> <p>---</p> <h3>Bei Augenärzten schauen die Kassen besonders genau hin</h3> <p><span style="font-size:xx-small;">Christian Kolbe</span></p> <p>Pro Jahr lassen sich rund 100 000 Personen ihre Augen wegen des grauen Stars operieren. Dabei wird die getrübte natürliche Linse durch eine künstliche ersetzt. Doch gerade beim Preis für diese künstliche Linse versuchen Augenärzte immer wieder zu betrügen.</p> <p>Nicht nur für die Krankenkassen, sondern auch für die Patienten heisst es: Genau hinschauen! Denn einzelne schwarze Schafe unter den Augenärzten versuchen, den Pauschalpreis für diese Operation zu «unterwandern», wie Daten-Spezialist Ivan Tomka (36) von der Helsana warnt.</p> <p>Das heisst, dass für angebliche Zusatzleistungen wie «Komfortanästhesie, normale asphärische Linsen, UV-Filter-Linsen oder Ähnliches» pro Auge mehrere Hundert Franken extra verlangt werden. Das kann die Operation schnell um 1000 Franken teurer machen. Das Geld muss der Patient aus dem eigenen Sack berappen.</p> <p>Diese Zusatzzahlungen seien erstens aus tarifrechtlicher Sicht fragwürdig, erklärt Tomka. «Denn die Zuzahlung müsste einen echten Mehrwert darstellen. Und zweitens ist das höchst unfair gegenüber dem Patienten, denn der Arzt nutzt seinen Wissensvorsprung schamlos fürs eigene Portemonnaie aus.»</p> <p>Doch Patienten können vorbeugen: Tomka empfiehlt, bei Zweifeln eine kostenlose Offerte bei einem zweiten Augenarzt einzuholen. Zudem führt das Magazin «Beobachter» eine Liste mit Augenärzten, welche die Operation ohne Aufpreis und zu fairen Preisen durchführen.</p> <p><img src="https://www.infonlinemed.ch/bilder_allgemein/bilder_artikel/unbenannt2_1561349849885.jpg" style="width: 199px; border-width: 0px; border-style: solid;" /></p> <p><span style="font-size:xx-small;">Die Operation des grauen Stars hat einen Standardtarif, doch gewisse Augenärzte tricksen bei der Abrechnung.</span></p>

Schlagzeilen

Die kranken Tricks der Bschiss-Mediziner

Blick, 24.06.19

Die einsame Volkskrankheit

Republik, 24.06.19

Le traitement miracle contre le cancer fréquemment non remboursé

RTS un, 23.06.19

Wann die Behandlung im Ausland bezahlt wird

Tages-Anzeiger, 24.06.19

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