Gezielte Medienbeobachtung

Wir unterstützen Ihre Medienarbeit im Schweizer Gesundheitswesen


Der Pressespiegel infonlinemed bietet Ihnen täglich einen strukturierten Überblick über die Berichterstattung zu Themen rund um die Schweizer Gesundheitsbranche.

Wir informieren Sie umfassend

Mit dem strukturierten, elektronischen Branchen-Medienspiegel infonlinemed oder einem persönlichen Newsletter bleiben Sie täglich informiert und sparen Zeit.

Wir verfolgen Ihre Medienresonanz

Wir recherchieren und sammeln für Sie die Medien-Beiträge (Print, Radio, TV, Online, Regionalmedien) in denen Sie, Ihre Konkurrenz oder Ihre Wirkstoffe erwähnt sind.

Wir erleichtern Ihre Medienarbeit

Suchen, bündeln und archivieren Sie relevante Beiträge direkt in Ihrem persönlichen Medienspiegel. Informieren Sie mit einem täglichen Newsletter Ihr Unternehmen über die News des Tages.

Was heute interessiert

17

Juni 2019
Meistgelesen

Gegen Aufpreis operiert der Chefarzt

Radio SRF 4 News, 17.06.19

Wegen des Kostendrucks suchen Spitäler nach alternativen Geldquellen – und begeben sich mitunter in eine juristische Grauzone.

ECHO DER ZEIT, 16.06.2019

Heikle Upgrades in Spitälern

Gegen Aufpreis operiert der Chefarzt

Wegen des Kostendrucks suchen Spitäler nach alternativen Geldquellen – und begeben sich mitunter in eine juristische Grauzone.

Rahel Walser

Seit dem 1. Januar 2019 dürfen bestimmte Eingriffe ausschliesslich ambulant durchgeführt werden. Die Patienten gehen also gleichentags wieder nach Hause. Das soll zur Dämpfung der Kosten im Gesundheitsbereich beitragen. Auch das Basler Claraspital hält sich an das Prinzip «ambulant vor stationär» und hat darum neue Angebote eingeführt.

«Ich wähle folgende Upgrade-Möglichkeit…»

Wer sich einer ambulanten Behandlung unterzieht, bekommt ein Formular. Dort kann man ankreuzen, ob man ein Upgrade buchen will. Die Option «Kaderarzt nach Wahl» kostet 1500 Franken. Zu überweisen als Vorauszahlung auf ein bestimmtes Konto.

Im ambulanten Bereich gibt es keine freie Arztwahl. Wir wollen unseren Patienten die Option geben, den Arzt ihres Vertrauens zu wählen.
Peter Eichenberger, Spitaldirektor Claraspital

Will der Patient, dass ein bestimmter Chefarzt operiert, dann zahlt er also einen stolzen Aufpreis. Spitaldirektor Peter Eichenberger sagt, dieses Angebot entspreche einem Bedürfnis. «Im ambulanten Bereich gibt es keine freie Arztwahl. Wir wollen unseren Patienten die Option geben, den Arzt ihres Vertrauens zu wählen.»

Für weitere 1100 Franken kann auch noch ein Einbettzimmer mit gehobener Ausstattung dazugekauft werden. Natürlich erhielten auch Patienten ohne Upgrade eine gute medizinische Versorgung, so Eichenberger.

Juristische Grauzone

Für Gesundheitsökonom Heinz Locher ist das Angebot problematisch. «Das ist eine Grauzone, in die man nicht hineinschlittern sollte.» Wenn es medizinisch notwendig sei, habe jeder Patient – auch ohne Upgrade – Anspruch auf einen Chefarzt oder ein Einzelzimmer, man könne diese Leistung nicht zweimal verkaufen. Es bestehe die Gefahr, dass das Krankenversicherungsgesetz verletzt werde.

Echter Mehrwert oder nicht?

Auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) beurteilt die Upgrades kritisch und verweist auf den Tarifschutz. Er schreibt vor, dass sich Spitäler bei Leistungen, die im Krankenversicherungsgesetz aufgeführt sind, an die vorgeschriebenen Tarife halten müssen und keine weiteren Vergütungen berechnen dürfen. Es sei denn, beim zusätzlich verrechneten Angebot handle es sich um eine «echte Mehrleistung.»

Doch was eine «echte Mehrleistung» ist und was nicht – hier gehen die Meinungen auseinander. Eichenberger bezeichnet die Wahl eines bestimmten Arztes als klaren Mehrwert. Das BAG hingegen stellt dies in Frage. Sprecher Jonas Montani sagt: «Eine freie Arztwahl lässt sich gemäss unserem Ermessen fachlich wahrscheinlich nicht als Mehrleistung rechtfertigen.»

Der Preis ist sehr hoch, das klingt nach einem Künstlerhonorar.
Heinz Locher, Gesundheitsökonom

Gesundheitsökonom Locher findet, selbst wenn das Ärzte-Upgrade vor dem Gesetz standhalte, bleibe dennoch die Frage, ob 1500 Franken ein angemessener Preis sei. «Der Preis ist sehr hoch, das klingt nach einem Künstlerhonorar.»

Tarife im ambulanten Bereich nicht ausreichend

Eichenberger verteidigt den Preis. Zwar gehe ein Teil des Geldes an die Ärzte. Aber der Hauptteil komme dem Spital zugute. Denn die Tarife im ambulanten Bereich würden nicht ausreichen, das Spital könne nicht mehr kostendeckend arbeiten. Die Zusatzeinnahmen seien dazu da, diese Löcher zu stopfen.

Tatsächlich seien die Tarife ein Problem, sagt auch Locher. Manche Behandlungen könnten nicht kostendeckend durchgeführt werden. Deshalb habe er ein gewisses Verständnis für die Spitäler. Auch er fordert, dass die Tarife im ambulanten Bereich angepasst werden.

Eine Revision dieser Tarife ist zwar seit Jahren im Gang, bisher aber ohne Ergebnis. Denn Spitäler, Ärzte und Krankenkassen sind sich nicht einig, was ein angemessener Tarif ist.

"Audioartikel"
(04:49)

(Tags: Claraspital, Heinz Locher, BAG Bundesamt für Gesundheit)


Schlagzeilen

US-Firma nimmt erbkranke Kinder in Geiselhaft

Tages-Anzeiger, 17.06.19

Les personnes atteintes de maladies rares en Suisse rencontrent des difficultés à accéder aux traitements.

RTS un, 16.06.19

Gegen Aufpreis operiert der Chefarzt

Radio SRF 4 News, 17.06.19

BL - KSBL: Showdown ums Spital Laufen

BZ Basellandschaftliche Zeitung, 17.06.19

Möchten Sie täglich umfassend informiert werden?

Zufriedene Kunden

Peder Koch CEO/Delegierter des Verwaltungsrates, Berit Klinik

«Der automatisierte Stichwort-Alert informiert mich täglich mit den für mich relevanten Beiträgen. Damit spare ich Zeit und bin darüber informiert, was die Branche beschäftigt.»

Ivo Giudicetti Projektleiter Public Affairs, Abteilung Politik und Kommunikation, santésuisse

«Für uns ist sehr hilfreich, dass das infonlinemed-Team uns bereits früh morgens eine akkurate Zusammenfassungen der für uns relevanten Medienbeiträge direkt per Mail zustellt.»

Fred Rohrer Leitung Marketing & Kommunikation, Spital Lachen

«Ich profitiere bereits seit einigen Jahren von den Dienstleistungen der sangit communication ag. Ich schätze die professionelle Zusammenarbeit; insbesondere die Zuverlässigkeit, die Schnelligkeit und die Vollständigkeit. Der Medienspiegel der sangit communication ag ist eine unabdingbare Grundlage für unsere Medienarbeit.»

Frank Nehlig Leiter Unternehmenskommunikation, Privatklinikgruppe Hirslanden

«Wir sind seit vielen Jahren überzeugter Kunde und verlassen uns täglich auf die Branchenkompetenz von infonlinemed. Der umfassende Medienspiegel und der unkomplizierte Support sind wichtige Bausteine unserer Medienarbeit bei Hirslanden.»

Dorit Djelid, Spitalverband H+ Dorit Djelid Leiterin Geschäftsbereich Kommunikation H+

«Die sangit Communication ag ist ein zuverlässiger, dienstleistungsorientierter Medienbeobachtungs-Partner, der es versteht rasch und unkompliziert auf Kundenbedürfnisse einzugehen und diese umzusetzen.»

Jürg Inäbnit Leiter Bereich Unternehmenskommunikation Atupri

«Ein toller Service. Bereits seit über mehr als zehn Jahren ein verlässlicher Partner, der für die Kunden den Service stetig ausbaut und dabei hervorragend Unterstützung bietet.»

Markus Hächler Leiter des Bereichs Kommunikation, Spital Emmental

«An infonlinemed schätze ich besonders den unkomplizierten Umgang mit dem Dienstleistungs-Team. Und das offene Ohr für die Kundenbedürfnisse.»

Silvia Schnidrig Leiterin Unternehmenskommunikation und Mediensprecherin, Swica

«Seit vielen Jahren hat SWICA mit infonlinemed einen verlässlichen Monitoring-Partner für die tägliche Medienarbeit. Wir schätzen die persönliche Betreuung und das unkomplizierte Eingehen auf unsere Bedürfnisse.»