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18

Feb. 2019
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Den kleinen Spitälern geht der Schnauf aus

NZZ am Sonntag, 17.02.19

In der Schweiz stecken viele kleine Betriebe in einer finanziellen Notlage. Dies sind die erwarteten Folgen der neuen Spitalfinanzierung.

SCHWEIZ GESUNDHEITSWESEN SEITE 12

Den kleinen Spitälern geht der Schnauf aus

In der Schweiz stecken viele kleine Betriebe in einer finanziellen Notlage. Dies sind die erwarteten Folgen der neuen Spitalfinanzierung. Doch noch stopfen manche Kantone die Finanzlöcher

Laurina Waltersperger

Das Spital in Affoltern am Albis steht vor der Schliessung. Die finanzielle Schmerzgrenze sei überschritten, findet der Stadtrat.

Das Spital im Zürcher Säuliamt ist nicht das einzige Regionalspital in finanzieller Schieflage. Ähnlich geht es zahlreichen Einrichtungen in der Schweiz. Auch sie kommen wirtschaftlich zunehmend unter Druck.

Die Gründe für das Malaise sind vielschichtig. Ein wesentlicher Katalysator für die Konsolidierung ist die 2012 eingeführte Spitalfinanzierung. Seither bekommen Spitäler fixe Beträge für ihre stationären Leistungen, unabhängig davon, wie lange ein Patient im Spital bleibt. Damit lässt sich die Leistung unter den Spitälern vergleichen. Wer ineffizient arbeitet, hat Mühe, seine Kosten zu decken. «Diese Spitäler haben Kosten, die über den Tarifen für eine effiziente Leistungserbringung liegen», sagt Verena Nold, Direktorin des Krankenkassenverbands Santésuisse. Damit fehle es ihnen an Geld, um ihre Investitionen zu decken. Diese Entwicklung verstärke sich von Jahr zu Jahr. «Dadurch akzentuiert sich der Konzentrationsprozess, der durch die neue Spitalfinanzierung seit 2012 ausgelöst wurde», sagt Nold.

Die Spitalfinanzierung wirkt sich auch auf das Patientenverhalten aus. Sie erlaubt es Patienten, stationäre Leistungen ausserhalb der Kantonsgrenzen zu nutzen. «Unsere Zahlen zeigen, dass sich Patienten immer häufiger ausserhalb ihres Wohnkantons behandeln lassen», sagt Nold. Damit konkurrenzieren sich die Krankenhäuser noch stärker. Das Nachsehen haben vor allem die kleinen Spitäler.

Es drohen Schliessungen

Ihnen macht zudem die steigende Verlagerung stationärer Leistung in den günstigeren ambulanten Bereich zu schaffen. Der Bund schreibt seit 2019 vor, dass sechs Eingriffe nur noch ambulant vorzunehmen sind. Die Liste dürfte weiter ergänzt werden – rechnet der Bund in einer Studie doch damit, dass 77 Prozent der stationären Eingriffe potenziell ambulant erfolgen könnten.

Diese Entwicklung bekommt St.Gallen derzeit hart zu spüren. Alle neun Spitalstandorte in der Region gehören dem Kanton. Der Verwaltungsrat des Spitalverbunds empfahl, fünf der neun Häuser zu schliessen. «Der finanzielle Druck hat sich für die Schweizer Spitäler massiv verschärft. Unsere Spitalstrategie muss dem bedarfsorientiert Rechnung tragen», sagt Heidi Hanselmann, die St.Galler Gesundheitsdirektorin. Ein Lenkungsausschuss prüfe alternative Lösungen zum Vorschlag des Verwaltungsrates. Besonders im Fokus steht etwa das Spital Flawil (siehe Box). Ob es tatsächlich zu Spitalschliessungen komme oder die alternativen Vorschläge umgesetzt würden, sei gegenwärtig noch offen. Einige Gemeinden schenken dem wenig Glauben: Der Lenkungsausschuss sei bloss eine Alibiübung, das Schliessungskonzept wohl beschlossene Sache, sagt etwa ein Gemeindepräsident.

Die Nähe zu mehreren Spitälern in Appenzell und Liechtenstein verschärft das Problem für St.Gallen. Gesundheitsökonomen und Politiker fordern die Spitäler – wie auch in der restlichen Schweiz – dazu auf, überkantonal zu kooperieren, um Doppelspurigkeiten abzubauen. Im Kampf ums Überleben müssten kleine Spitäler ihr Angebot auf die Grundversorgung und bedarfsbasierte Leistungen in der Ambulanz oder Alterspflege reduzieren. Wie Gesundheitsdirektorin Hanselmann sagt, habe St.Gallen mehrfach versucht, mit beiden Appenzell und Liechtenstein zu kooperieren. Diese hätten sich für den Alleingang entschieden.

In Basel ist die Spitalfusion der beiden kantonalen Akutspitäler in Basel-Stadt und Basellandschaft vergangenen Sonntag an der Urne gescheitert. Immerhin kam der zweite geplante Staatsvertrag zustande. Damit sind die beiden Basel schweizweit die Ersten, die auf einer legislativen Ebene nun eine kantonsübergreifende Gesundheitsversorgung planen. Doch: Mit der geplatzten Fusion verstärkt sich für das Baselbiet der finanzielle Druck. Im Fokus steht besonders die Zukunft des Bruderholzspitals. «Im Bruderholz wird es eine grosse Umstrukturierung geben», sagt Thomas Weber, der Baselbieter Gesundheitsdirektor. Analog zu den Plänen im Fusionsprojekt werde unter anderem geprüft, das Bettenhaus mit etwa 300 Betten abzubrechen und den ambulanten Bereich auszubauen. Experten fordern hingegen die Schliessung (siehe Box). «Das Kantonsparlament bestimmt die Betriebsstandorte – was einer Standortschliessung entgegenstehen könnte», sagt Weber. Eine dezidierte Widerrede aus der Regierung klingt anders.

Kampf um Strukturerhalt

St.Gallen und die beiden Basel beschreiten zumindest den richtigen Weg. Um das Malaise bei den kleinen Schweizer Spitälern zu bekämpfen, brauche es neben Schliessungen noch viel mehr solcher Kooperation, sagt Gesundheitsökonom Heinz Locher. Besser seien geteilte Kassen über Fusionen. «Doch die meisten Spitäler klammern sich am Status quo fest.» Dies sei möglich, da Kantone und Gemeinden die Finanzlöcher der Spitäler weit über die Schmerzgrenze hinaus stopften – um sie künstlich am Leben zu erhalten. Die Politik kenne nur die zugespitzte Debatte: Standort ja oder nein, sagt Gesundheitsexperte Willy Oggier. Die Gesundheitspolitik will Strukturen erhalten. «Das ist ein probates Mittel für Politiker, sich zu profilieren und sich den Stimmenerhalt in der Bevölkerung zu sichern.»

Trotz alarmierenden Signalen in zahlreichen Spitälern ist der Kooperationswille in den meisten Kantonen bescheiden. Der Bund sei deshalb gefordert, sagt CVP-Gesundheitspolitikerin Ruth Humbel. «Obwohl die Hoheit bei der überkantonalen Spitalplanung bei den Kantonen liegt, könnte der Bund über die Leistungsverordnung eingreifen.» Dies wäre angesichts der hohen Kosten im Gesundheitssystem und der desolaten Lage vieler Spitäler dringend notwendig.

Die CVP-Nationalrätin sowie zahlreiche Politiker von links bis rechts fordern denn auch nationale Mindestfallzahlen für Spitäler. Sie seien ein zentrales Kriterium bei der Leistungsvergabe. «Nur wer Eingriffe regelmässig durchführt, gewährleistet Qualität und Effizienz», sagt Humbel. Fallzahlen seien bei der Erarbeitung der Spitalfinanzierung von Anfang an Teil der Diskussion gewesen. Da sie in der Konsequenz zusätzlich zu Spitalschliessungen führen, hat der Bund nun Hemmungen einzugreifen.

In Affoltern am Albis ist der Stadtrat zum Schluss gekommen, dass das Spital die steigenden Anforderungen nicht mehr erfülle. Über die Schliessung entscheidet das Stimmvolk im Mai.

Wer ineffizient arbeitet, hat Mühe, seine Kosten zu decken.

Eine Pflegerin des Bruderholzspitals bringt einen Patienten in den Anästhesie-Bereich. Die Zukunft des Spitals ist ungewiss. (Binningen, 21. Januar 2019)

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AFFOLTERN AM ALBIS (ZH)

In Affoltern am Albis hat der Stadtrat diese Woche die Schliessung seines Spitals beschlossen. Er sieht keine Perspektive für ein Fortbestehen des Betriebs. In den Bau aus den siebziger Jahren wurde seit Jahren nicht mehr investiert. Zudem kann das Regionalspital die hohen Anforderungen des Kantons nicht mehr erfüllen. Zürich hat als einer von wenigen Kantonen bereits strenge Vorschriften zu Fallzahlen für stationäre Behandlungen, zur Wirtschaftlichkeit und zu Eingriffen, die nur noch ambulant zu tätigen sind. Der Stadtrat rechnet daher nicht damit, dass es das Spital 2022 nochmals auf die kantonale Spitalliste geschafft hätte. In der Konsequenz hätten sich die 14 Trägergemeinden finanziell an den Fallpauschalen beteiligen müssen. Der Stadtrat schlägt nun als Ersatz eine Permanence im Stadtzentrum von Affoltern am Albis vor. (wal.)

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FLAWIL (SG)

Von den neun Standorten des St. Galler Spitalverbundes steht besonders Flawil im Fokus einer möglichen Schliessung. Das Spital war nicht in der Bauvorlage 2014 enthalten, die gut 800 Millionen Franken umfasste. Entsprechend veraltet ist die Infrastruktur. Die Geburtenabteilung wurde schon vor Jahren geschlossen, weitere Leistungen wurden mit dem Kantonsspital fusioniert. Flawil liegt nahe bei St. Gallen und Wil. Ebenfalls vom Baukredit ausgenommen war das Spital Rorschach. In der Region rechnet man daher auch dort mit der Schliessung. Anstrengungen zu einer überkantonalen Kooperation mit den sehr nahe gelegenen Spitälern in den beiden Appenzell blieben bisher vergebens. Die Halbkantone setzen auf ihre Eigenständigkeit. Eine geplante Spitalfusion scheiterte dort im Jahr 2014. Innerrhoden baut seither sogar ein neues Spital. (wal.)

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BRUDERHOLZ (BL)

Das Stimmvolk in Basel Stadt hat sich vergangenen Sonntag gegen die geplante Spitalfusion zwischen dem Unispital Basel und dem Kantonsspital Baselland ausgesprochen. Damit steigt der finanzielle Druck für die kantonalen Spitäler im Baselbiet. Allen voran gilt das für das Bruderholzspital, das direkt an der Stadtgrenze zu Basel liegt. «Heute lassen sich rund die Hälfte der Kantonsbewohner aus Baselland in Spitälern der Stadt behandeln», sagt Werner Kübler, Direktor des Unispitals Basel. Das Bruderholz sei mit seinem Bettenturm aus den 1970er Jahren damit obsolet geworden, sagen Experten. Gerade auch, weil ein anderes kantonales Spital in Laufen bereits zu einem Gesundheitszentrum umgebaut werde. Seit 2018 gibt es keine Chirurgie mehr, die Zahl der Betten ist reduziert worden. Das Spital hat dafür die Schmerzklinik ausgebaut. (wal.)


Schlagzeilen

Angriff auf Patientendaten

Tages-Anzeiger, 18.02.19

Ärzte dürfen sich selber überwachen

Blick, 18.02.19

Des Suissesses ont développé un cancer à cause de leurs prothèses mammaires

24 Heures, 18.02.19

ZH: «Wir müssen mehr Ärzte ausbilden»

Neue Zürcher Zeitung, 18.02.19

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