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16

Okt. 2018
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Weniger Auswahl für Privatversicherte

Neue Zürcher Zeitung, 16.10.18

Wer sich eine Luxuskrankenkasse leistet, hatte bisher die Gewissheit, dass ihm oder ihr jedes Spital des Landes zur Verfügung steht. Das ändert sich nun. Die Krankenkassen wollen damit Privatkliniken zu tieferen Tarifen zwingen.

TITELSEITE

Kassen beschränken freie Spitalwahl

Die Auswahl für Privatversicherte wird reduziert – auch auf Kosten der Steuerzahler.

Simon Hehli

Wer privat versichert ist, darf sich in jedem Spital behandeln lassen: Das galt lange – doch heute nicht mehr. Immer mehr Krankenkassen setzen nicht genehme Kliniken auf schwarze Listen. Ein Grund dafür ist, dass die Versicherer dadurch mehr Verhandlungsmacht bekommen und sich von Spitälern und Belegärzten nicht mehr die Preise diktieren lassen müssen. Das ermöglicht tiefere Prämien. Doch nicht alle der über 900 000 privat und halbprivat Versicherten wollen auf die freie Spitalwahl verzichten.

Für viel Aufsehen sorgt derzeit der Tarifstreit zwischen Privatversicherern und dem Universitätsspital Basel (USB). Ende 2017 lief der Tarifvertrag aus. Das USB will nun mehr Geld für seine Leistungen, doch die Versicherer stellen sich quer. Die Helsana rät ihren privat versicherten Kunden, in andere Spitäler auszuweichen. Für Behandlungen im USB zahlt die Kasse nur noch einen Höchstbetrag, die Differenz müssen die Patienten selber berappen. Guido Schommer, Generalsekretär des Verbandes der Privatkliniken Schweiz, sagt zu solchen Vorgängen: «Es wäre sehr bedauerlich, wenn die freie Spitalwahl untergraben und letztlich abgeschafft würde.»

Konsequenzen kann die Entwicklung auch auf die Kantonsfinanzen haben. Lässt sich ein Patient im Spital behandeln, übernimmt der Kanton 55 Prozent der Kosten, die im Bereich der Grundversicherung anfallen. Dies gilt jedoch nur für jene Spitäler, die auf der kantonalen Spitalliste figurieren. Nicht berücksichtigt bleiben gewisse Privatkliniken, so in Zürich, Genf oder der Waadt. Sie erhalten keinen sogenannten Sockelbetrag vom Staat: Die Kosten gehen voll zulasten des Privatversicherers oder des Patienten. Die Versicherten, die bis anhin in diese Kliniken gegangen wären, müssen sich künftig in Listenspitälern operieren lassen. Ein Beispiel ist die kleine Klinik Pyramide am See in Zürich. Wäre sie ein Listenspital, hätten ihr die Kantone in den Jahren 2012 bis 2017 rund 40 Millionen Franken an Sockelbeträgen zahlen müssen. Dies hat Klinikchef Cédric George berechnet.

Komme es wegen der «Tricksereien» der Zusatzversicherer zu einer Abwanderung der Patienten von den Privat- zu den Listenspitälern, könne dies die öffentliche Hand Hunderte Millionen Franken pro Jahr kosten, betont George. Michael Jordi, Zentralsekretär der Gesundheitsdirektorenkonferenz, sagt, es könne durchaus sein, dass dieses Phänomen für die Finanzen einiger Kantone relevant werde. Er sieht darin die Fortführung einer Entwicklung, die 2012 begonnen hat. Erst seit dann müssen sich die Kantone an der innerkantonalen Behandlung von Privatversicherten beteiligen und die gesamtschweizerisch freie Spitalwahl sicherstellen. «Schon die damalige Reform führte dazu, dass die ­Privatversicherten ent- und die Steuerzahler belastet wurden», sagt Jordi. Es handle sich dabei um Beträge von rund einer Milliarde Franken jährlich.

Quelle: Comparis / NZZ-Infografik/cke

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SCHWEIZ SEITE 13

Immer mehr Krankenkassen zahlen Behandlungen in gewissen Privatkliniken nicht mehr.

Weniger Auswahl für Privatversicherte

Wer sich eine Luxuskrankenkasse leistet, hatte bisher die Gewissheit, dass ihm oder ihr jedes Spital des Landes zur Verfügung steht. Das ändert sich nun. Die Krankenkassen wollen damit Privatkliniken zu tieferen Tarifen zwingen.

Simon Hehli

Das Schreiben, das Helsana-Kunden in den letzten Wochen erhalten haben, liest sich gut. Privat- und Halbprivatversicherte bekommen das Angebot, ohne Gesundheitsprüfung in ein neues Produkt zu wechseln. Nicht nur ist dort die Prämie unter Umständen deutlich tiefer – manchen Klienten macht die Kasse den freiwilligen Wechsel auch mit einem Bargeschenk in der Höhe von mehreren tausend Franken schmackhaft. Ausserdem weist die Helsana darauf hin, dass im alten Produkt die Prämien längerfristig stärker ansteigen können, weil in diesem keine jüngeren und damit gesunderen Neukunden aufgenommen werden. Eine wesentliche Eigenart des neuen Modells unterschlägt der Versicherer im Begleitbrief jedoch: Erstmals haben die Kunden keine freie Spitalwahl mehr.

Eine Tabelle mit Direktvergleichen zwischen altem und neuem Produkt suggeriert, dass es keine Unterschiede gebe: «Freie Spitalwahl, ganze Schweiz», steht in beiden Kolonnen. In einer kleinen Fussnote folgt jedoch die wesentliche Einschränkung, dass dies künftig nur für die von der Helsana anerkannten Spitäler gelte. Wer wissen will, welche das sind, wird auf die Website des Versicherers verwiesen. Auf der Liste der nicht akzeptierten Spitäler finden sich die Zürcher Kliniken Im Park und Pyramide am See, das Universitätsspital Basel (USB) sowie zwei Privatkliniken aus Genf und drei aus der Waadt. Wer sich dort privat oder halbprivat operieren lassen will, zahlt den Eingriff also aus der eigenen Tasche. Ausserdem unterstreicht die Helsana, dass Änderungen jederzeit möglich sind – die Negativliste kann entsprechend noch länger werden.

«Sehr stossend»

Besorgte Helsana-Versicherte haben sich bei der Stiftung Konsumentenschutz gemeldet. Die Beraterin Tonja Iten sagt, die Kunden sähen sich vor eine schwierige Wahl gestellt. Für besonders kritisch hält sie die Liste mit der eingeschränkten Kostendeckung. «Dass diese Liste im Schreiben der Helsana nicht detailliert erscheint, sondern erst im Internet konsultiert werden muss und dass auf diese äusserst wichtige Einschränkung nur in einer Fussnote hingewiesen wird, ist natürlich sehr stossend und kundenunfreundlich.» Zumal sich unter den acht Gesundheitseinrichtungen auch wichtige Institutionen wie das USB befänden. Helsana-Sprecher Stefan Heini entgegnet, sein Unternehmen habe den Kunden alle nötigen Informationen zugänglich gemacht. Die Liste der betroffenen Spitäler dem Brief beizulegen, hätte aus seiner Sicht nichts gebracht. Denn die Zusammenstellung könne sich im Verlaufe des Jahres ändern.

Auch bei den betroffenen Institutionen sorgt das Vorgehen der Helsana für Unmut. Der Gründer und Chef der Klinik Pyramide, Cédric George, sagt: «Es ist schwer verständlich, mit welchen Mitteln versucht wird, die freie Medizin zu unterdrücken.» Lediglich aufgrund besorgter Nachfragen von bei der Helsana versicherten Patienten habe er vom Entscheid der Versicherung erfahren, seine Klinik auf die schwarze Liste zu setzen. «Da fehlt es offensichtlich an Transparenz und Kommunikation.»

Junge haben kein Interesse

Für George ist klar, warum die Pyramide auf der Liste gelandet ist: Weil sie wie die Klinik Im Park nicht auf der Zürcher Spitalliste figuriert, zahlt der Kanton keinen Beitrag an die Behandlungen. Dadurch entstehen für die Kassen höhere Kosten, als wenn sich ihre Privatversicherten in subventionierten Listenspitälern operieren lassen. «Die Helsana drängt also ihre Kunden in ein neues Produkt und will damit von Steuergeldern profitieren», kritisiert der Mediziner. Die Privatkliniken treffe es hart, wenn sie weniger Privatversicherte behandeln könnten. Seine Klinik sei keine Luxuseinrichtung, sondern biete hochklassige Leistungen zu kompetitiven Preisen, betont er. Auch mit der KPT hat die Pyramide derzeit keinen Vertrag, jener mit der Concordia läuft bald ab.

Es mag sich dabei um die Klagen eines einzelnen Spitalunternehmers handeln, der sinkende Erträge fürchtet. Doch der Vorgang wirft ein Schlaglicht auf ein tiefergehendes Phänomen. Das Zusatzversicherungsgeschäft befindet sich im Umbruch. Derzeit leisten sich rund 900 000 Personen eine Privat- oder Halbprivatversicherung stationär. Doch bei der jungen Generation gibt es wenige Neuabschlüsse. Und dies mit gutem Grund: Die Grundversicherung bietet bereits umfassende medizinische Leistungen auf hohem Niveau. Die Attraktivität der teuren Zusatzversicherungen wird dadurch geschmälert, dass viele Spitäler auch für Grundversicherte Zweibettzimmer anbieten. Ausserdem forciert die Politik eine Verlagerung der Eingriffe vom stationären in den ambulanten Bereich. Wenn aber immer mehr Eingriffe ohne Spitalaufenthalt erfolgen, nützt dem Patienten das Rundum-wohlfühl-Paket der Klinik wenig.

In den letzten Jahren habe im Bereich der Spitalzusatzversicherungen «Wildwest» geherrscht, sagt ein Kenner der Spitallandschaft. Kliniken, Belegärzte und auch die Krankenkassen verdienten bestens am Geschäft mit der Krankheit. Die Kundinnen und Kunden akzeptierten lange Zeit nur Produkte, welche die freie Spitalwahl garantierten. Dieses Versprechen der Versicherer verlieh den Spitälern und den frei praktizierenden Operateuren eine grosse Verhandlungsmacht: Sie diktierten mehr oder weniger die Tarife.

Doch diese Zeiten sind vorbei. Auch weil die Finanzmarktaufsicht (Finma), die für das Zusatzversicherungsgeschäft zuständig ist, nun genauer hinschaut. Man habe festgestellt, dass dieser Bereich zum Teil intransparent sei und Zusatzversicherungsleistungen zu wenig klar von Leistungen aus der Grundversicherung abgegrenzt würden, sagt Sprecher Vinzenz Mathys. Und macht klar: «Die Krankenversicherer müssen sicherstellen, dass die Mehrleistung in einem angemessenen Verhältnis zu den verrechneten Kosten steht.» Die Mehrleistung, das sind Operationen durch den Chefarzt, ein schickes Einzelzimmer oder exzellentes Essen.

Diesen Luxus werden Privatversicherungen weiterhin bieten. Und dies zu tendenziell tieferen Preisen. «Weil wir nicht mehr automatisch mit allen Spitälern zusammenarbeiten müssen, haben wir in den Verhandlungen bessere Karten», sagt Helsana-Sprecher Heini. «Leistungserbringer mit einem schlechten Preis-Leistungs-Verhältnis geraten unter Druck und müssen uns mit den Tarifen entgegenkommen.» Natürlich werde es Kunden geben, die wegen der eingeschränkten Spitalwahl frustriert seien. «Doch wir schliessen ja nicht die Hälfte der Spitäler aus, sondern bloss jene mit exorbitanten Preisforderungen. Die Versicherten haben weiterhin Zugang zu einem qualitativ hochstehenden Angebot in ihrer Nähe», betont Heini.

Auf Qualität setzen

Die Helsana ist nur einer von vielen Versicherern, die sich im Zusatzversicherungsbereich von der freien Spitalwahl verabschiedet haben. Ob die Rechnung aufgeht, ist offen. Der Markt werde entscheiden, inwiefern die neuen Produkte funktionierten, sagt Helsana-Sprecher Heini. Krankenkassenexperte Felix Schneuwly vom Vergleichsdienst Comparis sieht durchaus eine Zukunft für die Spitalzusatzversicherungen. «Doch dafür müssen sie auf Qualität setzen. Und ihren Kunden sagen: Wir haben alle Daten zur Güte der Behandlungen, wir wählen die besten Spitäler für euch aus.» Es gehe also darum, aus einer Negativliste eine Positivliste zu machen.

Eine Zusatzversicherung garantiert nicht mehr automatisch freien Zugang zu allen Kliniken. Karin Hofer / NZZ


Schlagzeilen

Dons d’organes: la greffe prend lentement en Suisse

Radio RTS la 1ère, 13.10.18

Internet-Ärzte und operierende Roboter

SonntagsZeitung, 14.10.18

Bundesrat plant Ausstieg aus Prämienverbilligung

NZZ am Sonntag, 14.10.18

GE - Unispital: Starchirurg unter Beschuss

SonntagsZeitung, 14.10.18

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