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19

Feb. 2019
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Fehlanreize durch Mindestfallzahlen - Gastkommentar

St. Galler Tagblatt Gesamt, 19.02.19

In der Schweiz gibt es in vielen Kantonen eine Überkapazität an Spitalbetten.

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Gastbeitrag

Fehlanreize durch Mindestfallzahlen

In der Schweiz gibt es in vielen Kantonen eine Überkapazität an Spitalbetten. Doch Spitäler zu schliessen beziehungsweise den Spitälern Leistungsaufträge zu entziehen, ist politischer Suizid. Deshalb ist man auf die Idee gekommen, man könne Spitalschliessungen indirekt erzwingen, indem man den Spitälern für komplexe Eingriffe Mindestfallzahlen vorschreibt. Diese legen beispielsweise fest, dass ein Spital nur Hüft- oder Kniegelenke einsetzen darf, wenn es diesen Eingriff mindestens 50-mal pro Jahr durchführt. Auf diese Weise soll erreicht werden, dass derartige Operationen nur noch an einigen wenigen grossen Spitälern stattfinden. Die übrigen müssen dann mit weniger lukrativen Fällen vorliebnehmen und werden so finanziell ausgeblutet.

Vor allem der Kanton Zürich hat sich hier als Pionier hervorgetan. Dort werden Mindestfallzahlen nicht nur für Operationen in einem bestimmten Fachgebiet festgelegt, sondern ab 2019 gelten diese auch pro Operateur. Diese neue Bestimmung sowie die Ausweitung der Vorgaben auf immer weitere Leistungsgruppen soll die Spitäler unter Druck setzen. Aber auch die Kantone Luzern, St.Gallen, Aargau oder Solothurn setzen mittlerweile auf Mindestfallzahlen, um so über die Hintertür Spitalschliessungen erwirken zu können.

Das ist allerdings eine schlechte Idee. Wie so oft im Gesundheitswesen missachtet man die Anreize, die mit Massnahmen verbunden sind. Ein Beispiel aus dem Bildungswesen möge das verdeutlichen. So könnte man beschliessen, dass nur noch die Schulen Geld vom Kanton zur Förderung von Sporttalenten erhalten, wo eine Mindestzahl von Schülern 100 Meter unterhalb einer bestimmten Zeit läuft. In diesem Fall wären die geforderten Mindestzahlen nicht weiter problematisch, da die Schüler eine objektiv messbare Leistung erbringen müssen.

Ganz anders wäre der Fall, wenn man beschliesst, nur noch eine Begabtenförderung an Schulen zu zahlen, wo eine Mindestzahl von Schülern einen bestimmten Notendurchschnitt erreicht. In diesem Fall geht es nicht mehr um eine objektiv messbare Grösse, sondern um ein subjektiv beeinflussbares Kriterium. Das Resultat dieser Massnahme würde darin bestehen, dass Schulen versuchen, die Mindestzahl auf Teufel komm raus zu erreichen, indem sie im Zweifelsfall einfach bessere Noten geben. Schnell wird man dann einen Anstieg der Noten feststellen, hinter welchem aber kein Anstieg der Leistung steht. Die Mindestzahl setzt in diesem Fall einen Fehlanreiz!

Wie sieht es nun mit den Mindestfallzahlen bei den Spitälern aus? Geht es hier um objektiv feststellbare Grössen wie bei den sportlichen Leistungen oder um subjektiv beeinflussbare Grössen wie bei den Noten? Die Antwort liegt auf der Hand. Ob jemand ein künstliches Kniegelenk braucht oder nicht, ist letztlich ein subjektiver Entscheid, der stark durch ein Spital beeinflusst werden kann. Natürlich gibt es eindeutige Fälle, wo ein neues Kniegelenk notwendig ist. Doch es gibt nicht nur Schwarz oder Weiss. Es existiert ein Graubereich, wo sich ein künstliches Kniegelenk nicht aufdrängt, aber dem Patienten suggeriert werden kann, dass ein solcher Eingriff gut wäre. Werden jetzt einem Spital Mindestfallzahlen vorgeschrieben, dann wird man diesen Spielraum schnell ausnützen. Wo immer möglich werden dann auch überflüssige Eingriffe vorgenommen, um so auf die Mindestfallzahl zu kommen.

Mindestfallzahlen setzen also einen klar erkennbaren Fehlanreiz zur Durchführung unnötiger Eingriffe und führen so zu unerwünschten Mengenausweitungen. Dies wird im Fall von Knie- oder Hüftprothesen noch dadurch begünstigt, dass sich diese Eingriffe auch finanziell lohnen, da sie im System der Fallpauschalen grosszügig abgegolten werden. Doch die Befürworter von Mindestfallzahlen ziehen es vor, dies zu ignorieren. Sie weisen auf Studien hin, die zeigen, dass Spitäler mit tiefen Fallzahlen und kleiner Bettenanzahl überdurchschnittlich hohe Fallkosten ausweisen und schlechtere Qualität erbringen. Das mag alles sein. Doch an den durch Mindestfallzahlen gesetzten Fehlanreizen ändert das gar nichts.

Mathias Binswanger, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Nordwestschweiz


Schlagzeilen

Krank von zu vielen Medikamenten

SRF 1, 18.02.19

«Diese Daten gehören den Patienten»

Tages-Anzeiger, 19.02.19

Prix des médicaments: le rôle des caisses-maladie

Radio RTS la 1ère, 18.02.19

ZH: Die Spitäler Uster und Wetzikon wollen fusionieren

Zürcher Oberländer, 19.02.19

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