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20

Apr. 2019
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ZH: Am Kinderspital eskaliert ein Streit unter Chirurgen

Tages-Anzeiger, 18.04.19

Streit - Ein ehemaliger Chirurg des Kinderspitals hat nicht nur drei Leitende Ärzte angezeigt - er ist sogar in den Hungerstreik getreten.

TITELSEITE

Am Kinderspital eskaliert ein Streit unter Chirurgen

Medizin - Entlassungen, Strafanzeigen und jetzt auch noch ein Arzt im Hungerstreik: In der Zürcher Kinderherzchirurgie ist es zum Eklat gekommen.

Nik Walter

Die Abteilung für Herzchirurgie am Kinderspital Zürich kommt nicht zur Ruhe. Letzten November gab das Spital überraschend die sofortige Trennung von Michael Hübler bekannt, dem Leiter der Kinderherzchirurgie. Noch ist kein Nachfolger bestimmt, doch in der Abteilung brodelt es: Ein kürzlich entlassener Assistenzarzt der Kinderherzchirurgie befindet sich gegenwärtig im Hungerstreik. Er hat zudem eine Strafanzeige wegen Verleumdung und übler Nachrede gegen drei Leitende Ärzte des Kinderspitals Zürich eingereicht.

A.S., der entlassene Arzt, wehrt sich gegen die Begründung seiner Kündigung, die er am Tag nach seiner Rückkehr von einer längeren krankheitsbedingten Absenz erhalten hatte. Brisant: A.S. beschuldigt in der Strafanzeige auch den jetzigen Interimsleiter der Kinderherzchirurgie, dass dieser ihm während gemeinsamer Operationen wiederholt Stichverletzungen zugefügt habe. Das Kinderspital bestreitet diese Vorwürfe vehement.

«Anspruchsvolle Zusammenarbeit»

Bei dem Eklat geht es aber nicht nur um den Fall des entlassenen Assistenzarztes, sondern auch um die Situation in der Kinderherzchirurgie und der angeschlossenen Intensivstation. Dort herrsche Kompetenzgerangel anstatt einer guten Zusammenarbeit, sagten mehrere befragte Personen dieser Zeitung. Unklar ist, ob das der Grund für die Freistellung von Michael Hübler war. Das Kinderspital weist auch diese Vorwürfe zurück, bestätigt jedoch, die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen sei «sehr anspruchsvoll und herausfordernd», allerdings stets «konstruktiv und zielführend».

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ZÜRICH SEITE 19

Ein Arzt greift zum Äussersten

Streit - Ein ehemaliger Chirurg des Kinderspitals hat nicht nur drei Leitende Ärzte angezeigt - er ist sogar in den Hungerstreik getreten. Er wehrt sich gegen die Begründung seiner Entlassung und prangert Missstände an.

Nik Walter

Seit dem 1. April befindet sich ein ehemaliger Arzt des Kinder spitals Zürich im Hungerstreik. Damit protestiert A. S.* gegen die Begründung seiner Entlassung im Dezember 2018 und gegen die Situation auf der Herzchirurgie. Das Kinderspital wirft dem Kinderherzchirurgen in der Kündigung unter anderem «ungenügendes Leistungsverhalten», «fehlenden Respekt» und ein «häufiges Fernbleiben von offiziellen internen Veranstaltungen» vor.

Zudem hat A. S. eine Strafanzeige gegen drei Leitende Ärzte des Kinderspitals Zürich eingereicht. Er beschuldigt den Interimsleiter der Kinderherzchirurgie, den Direktor der Chirurgischen Klinik sowie den Ärztlichen Direktor der Verleumdung und in zwei Fällen der üblen Nachrede. In der Strafanzeige behauptet A. S. zudem wiederholte Stichverletzungen, die ihm der Interimsleiter der Kinderherzchirurgie während Operationen zugefügt habe. Das Kinderspital bestreitet alle Vorwürfe vehement. Für die Ärzte gilt die Unschuldsvermutung.

«Mein Ruf als Arzt ist schwer beschädigt worden», sagt A. S., der einen Facharzttitel in Herz- und Thoraxchirurgie hat. Bis heute habe er kein faires Arbeitszeugnis erhalten, nur die vernichtende Begründung der Kündigung. «Ich bin sicher, dass ich gut gearbeitet habe.» Das hätten ihm auch frühere Arbeitgeber immer wieder bestätigt. Das Arbeitszeugnis des Deutschen Kinderherzzentrums (DKHZ) Sankt Augustin bei Bonn von 2010 liegt dem TA vor. Darin heisst es: A. S. habe «sowohl ärztlich, menschlich und fachchirurgisch uneingeschränkt alle Qualifikationen», um erfolgreich als Chirurg bestehen zu können. Diese Einschätzung bestätigt der Chefarzt Kinderherzchirurgie des DKHZ auf telefonische Nachfrage.

Konflikt mit Interimsleiter

Der Hungerstreik und die Strafanzeige sind nur der jüngste Eklat in der Kinderherzchirurgie des Kispi. Vergangenen November gab das Spital überraschend die sofortige Trennung von Michael Hübler, dem weitherum geschätzten Leiter der Kinderherzchirurgie, bekannt. Er war der Nachfolger von René Prêtre, dem bekanntesten Schweizer Herzchirurgen, der das Kispi 2012 in Richtung Lausanne verlassen hatte.

Der unmittelbare Grund für die Kündigung von A. S. liegt wohl in einem Konflikt mit dem Interimsleiter der Kinderherzchirurgie. Diesem wirft A. S. in der Strafanzeige unter anderem Mobbing und Körperverletzung vor. So soll dieser ihn während Operationen, bei denen er assistierte, mehrfach und wiederholt mit Messer, Nadeln und anderem Operationsbesteck verletzt haben, so sein Vorwurf. «Ich arbeite seit 2000 als Chirurg und wurde in dieser Zeit zweimal unabsichtlich gestochen», sagt A. S. «Er hat mich aber jeden Tag ein- oder zweimal gestochen.»

«Das kann ich alles bestätigen», sagt F. L.*, der als Kardiotechniker bei vielen Operationen mit dabei war. F. L. hat per Ende März 2019 seinen Job am Kinderspital gekündigt und ans Universitätsspital Zürich gewechselt. Ein zweiter Zeuge, der anonym bleiben möchte, bestätigt die Stichverletzungen ebenfalls.

Seitens Kispi ist man befremdet über die Vorwürfe und weist sie als «falsch und haltlos» zurück. Dass es unabsichtliche Schnitt- oder Stichverletzungen gebe, komme hin und wieder vor, sei aber eher selten. Man weiss nur von «zwei internen Unfallmeldungen von Herrn A. S.», sagt Kispi-Generalsekretär Urs Rüegg.

Fast ein Jahr arbeitsunfähig

Wie konnte es zu dieser Eskalation kommen? Per Anfang Januar 2017 stellte Michael Hübler, der damalige Leiter der Kinderherzchirurgie, A. S. als Assistenzarzt mit einem befristeten Vertrag ein. Nach drei Monaten erhielt der deutsche Staatsbürger bereits eine Lohnerhöhung, und Ende 2017 wandelte Hübler den Vertrag in einen unbefristeten um - ein Zeichen der Wertschätzung, wie A. S. sagt.

Im Februar 2018 kam ein erster Tiefschlag. Ein Bandscheibenvorfall zwang A. S. selber unters Messer. Die Operation in der Schulthessklinik führte zu Komplikationen, er musste sechs weitere Eingriffe über sich ergehen lassen, befürchtete zeitweise, dass er nie mehr laufen könne. Bis Ende 2018 war er zu hundert Prozent arbeitsunfähig. Im September, sagt A. S., habe er von Michael Hübler eine Mail erhalten, dass dieser sich freue, wenn er bald ins Team zurückkehre.

Zu einer weiteren Zusammenarbeit kam es aber nicht, denn Anfang November 2018 nahm die Geschichte eine neue Wendung. Das Kinderspital teilte per Communiqué mit, Professor Hübler sei per sofort freigestellt. Eine öffentliche Begründung für diesen Entscheid fehlt bis heute, zwischen den Parteien wurde Stillschweigen vereinbart. Als A. S. nach seiner Rücken-Odyssee per Anfang Januar 2019 endlich an seinen Arbeitsplatz zurückkehren konnte, leitete der frühere Stellvertreter von Michael Hübler die Kinderherzchirurgie, aber nur ad interim, da die Berufung an den Lehrstuhl Kinderherzchirurgie noch pendent ist. Im Gegensatz zu A. S. besitzt der Interimsleiter keinen Facharzttitel für Herzchirurgie, wie das Kispi bestätigt.

Kündigung nach Rückkehr

Am ersten Tag seiner Rückkehr ins Kinderspital wurde A. S. ins Personalbüro gerufen. Dort teilte man dem 42-Jährigen mit, man habe ihm gekündigt und er sei per sofort freigestellt. Die Kündigung habe aber weder einen Zusammenhang mit der langen Krankschreibung noch mit der Freistellung von Hübler noch mit einem tragischen Vorfall auf der Intensivstation, den A. S. rapportierte, sagt Rüegg. «Die Begründung basiert einzig auf der Einschätzung seiner Arbeitsleistung durch seine Vorgesetzten.»

A. S. macht sich keine grossen Hoffnungen, dass seine Strafanzeige etwas bewirken wird. Er weiss, dass viele Anzeigen ohne Verfahren eingestellt werden. Mit dem Hungerstreik will er aber nicht aufhören, bis sich die drei Kinderspital-Ärzte mit ihm geeinigt hätten. «Sie müssen mir entgegenkommen, damit mein Ruf wiederhergestellt ist.» Und: «Ich fordere, dass mein Vorgesetzter Michael Hübler mir das Zeugnis ausstellt.» Das sei arbeitsrechtlich nicht möglich, da Hübler von all seinen Pflichten freigestellt sei, sagt Rüegg.

Angespanntes Verhältnis

Dem gefeuerten Herzchirurgen geht es aber auch noch um etwas anderes: um die Situation in der Kinderherzchirurgie und auf der kardialen Intensivstation. Zwischen den Abteilungen herrschte ein gespanntes Verhältnis, es ging dabei, wie mehrere Personen bestätigen, unter anderem um Fragen wie: leben oder sterben lassen. Vermutlich spielte dieser Zwist auch bei der Trennung von Michael Hübler eine Rolle.

Das Kispi widerspricht dieser Sichtweise. Die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen sei zwar sehr anspruchsvoll und herausfordernd, es gebe viele Schnittstellen und Diskussionen, sagt Rüegg, diese seien aber stets konstruktiv und im Ergebnis zielführend.

Derweil funktioniert die Kinderherzchirurgie quasi im Übergangsmodus, ein definitiver Nachfolger von Hübler ist noch nicht bestimmt. Seit der Trennung hilft René Prêtre, der seit 2012 die Kinderherzchirurgie am Centre Hospitalier Universitaire Vaudois in Lausanne leitet, einen Tag pro Woche wieder in Zürich aus - für die «schwierigen» Fälle, heisst es beim Kispi. Für diese Operationen fehle dem Interimsleiter die Erfahrung. Letzterer hat trotzdem etwas zu feiern: Er wurde zum Titularprofessor an der Universität Zürich befördert. Ende April lädt er zu einem «stimmungsvollen» Apéro.

* Namen der Redaktion bekannt

Ein Bandscheibenvorfall zwang ihn 2018 unters Messer: Der entlassene Arzt A. S. Foto: Dominique Meienberg


Schlagzeilen

Brauchen Kinder Medikamente, ist Vorsicht geboten

Neue Zürcher Zeitung, 20.04.19

Quand le sucre est taxé de drogue, au même titre que la coke

Tribune de Genève, 20.04.19

ZH - Kispi: Arbeitskonflikt eskaliert zum Hungerstreik eines Arztes

SRF 1, 18.04.19

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Radio SRF 1, 18.04.19

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