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13

Apr. 2021
Meistgelesen

Das BAG muss den Reset-Knopf finden - Kommentar

Neue Zürcher Zeitung NZZ, 13.04.21

Zusammenarbeit mit dem Privatsektor

Gioia da Silva

Bundesrat Alain Berset und seine Entourage mussten sich in den vergangenen Wochen einiges anhören: Berset habe ein gestörtes Verhältnis zur Pharmabrache. Hätte er dem Lonza-Chef besser zugehört, wäre die Schweiz heute vielleicht schon bald durchgeimpft. Die Abneigung des SP-Magistraten gegenüber der «Big Pharma» erschwere das Krisenmanagement. Unternehmen hätten mehr zur Pandemiebekämpfung beitragen können, aber Berset habe sie nicht gewähren lassen. Damit kritisieren nach der Gastronomie, der Hotellerie und dem Gewerbe nun auch Vertreter der Pharmaindustrie öffentlich das Krisenmanagement des Bundes. Dass dies gerade jetzt geschieht, ist kein Zufall. Denn die Shutdown-Müdigkeit hat auch die Pharmabranche erreicht. Auch in der Basler Pharmaszene wartet man sehnlichst auf Vakzine, während ein Werk im Wallis ganz Europa mit den begehrten Wirkstoffen beliefert. Warum schafft es das Pharmaland Schweiz nicht, mindestens gleich schnell zu impfen wie Serbien, Chile oder die USA?

Bundesrat Berset ist gewiss nicht alleine verantwortlich für verpasste Chancen und Fehler im Pandemiemanagement. Aber in seiner Rolle als Krisenchef muss er die Verantwortung auf sich nehmen: Verantwortung für die Zielkonflikte in der Pandemiebekämpfung, die in den Augen vieler Lockdown-Betroffener die Gesundheit zu stark gewichtet. Und Verantwortung für eine Kultur im BAG, die Pharmafirmen bekämpft statt ermächtigt.

Vor der Pandemie wurde das BAG dafür kritisiert, wenn es Pharmafirmen zu viel durchgehen liess. Schliesslich ist es im Sinn der Allgemeinheit, wenn der Bund der hochprofitablen Branche bei den Medikamentenpreisen und den Therapiekosten genau auf die Finger schaut. Über die Jahre ist damit aber ein Bundesamt entstanden, das auf einem unternehmensfeindlichen Selbstverständnis beruht. Beim BAG ist man zwar für Gesundheit, aber gegen «Big Pharma». Bundesrat Berset, der selbst nie hauptberuflich im Privatsektor gearbeitet hat, stemmt sich dieser Kultur offenbar kaum entgegen.

Das wirkt sich in der gegenwärtigen Krise negativ aus. Bundesrat Berset nahm in der Pandemie weder zum Roche- noch zum Novartis-CEO Kontakt auf. Für die Verhandlungen bei der Impfstoffbeschaffung musste das BAG Leute aus der Privatwirtschaft engagieren: «Vertreter mit Privatsektorerfahrung», so nennen hochrangige BAG-Angestellte die Berater noch immer. Ein Label für Wirtschaftsführer, die unter den Bundesangestellten scheinbar noch immer auffallen, als wären sie Exoten. Dass es auch anders geht, zeigt das Finanzdepartement. Dort konnte Bundesrat Ueli Maurer innerhalb von wenigen Tagen ein Bürgschaftsprogramm für Unternehmen aufgleisen. Noch bevor die Krise wirklich ausbrach, telefonierte Maurer mit den Chefs von Credit Suisse und UBS. Drei weitere Banken wurden in die Entwicklung des Kreditprogramms eingebunden. Kurz nachdem der erste Lockdown die Schweiz lahmgelegt hatte, telefonierten Banken und Behörden fast stündlich. Das wohl grösste Rettungspaket der Schweizer Wirtschaftsgeschichte wurde in etwa zwei Wochen fertig geschnürt. Danach flossen die Kredite innerhalb von 30 Minuten.

Diese Art von Pragmatismus lässt das BAG unter der Leitung von Bundesrat Berset vermissen. Doch die Schuld liegt nicht nur beim Gesundheitsminister, denn die Berührungsängste zwischen dem BAG und der Pharmaindustrie zeugen von ideologischen Scheuklappen auf beiden Seiten. Die Pharmavertreter sagen zwar, sie hätten gerne näher mit dem BAG zusammengearbeitet, doch was genau sie gerne gemacht hätten, wissen sie auch nicht so genau. Für die weitere Krisenbewältigung wäre nun ein unverkrampftes Aufeinanderzugehen angesagt. Von beiden Seiten.

 


Schlagzeilen

Pharmafirmen fürchten günstige Konkurrenz

Tages-Anzeiger, 13.04.21

Hoffnungsträger für arme Länder: Covid-Impfstoff aus dem Hühnerei

Radio SRF 4 News, 13.04.21

Alain Berset: "En cas de non à la loi Covid, les aides économiques vont tomber"

RTS 1, 13.04.21

Arbeitgeberpräsident im Entrüstungssturm

Neue Zürcher Zeitung NZZ, 13.04.21

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